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Rezension - Weihnachten im kleinen Inselhotel von Jenny Colgan



Klappentext

Ein festlich geschmückter Kamin mit prasselndem Feuer, ein köstliches Weihnachtsmenü und glückliche Gäste – so soll »The Rock«, das neue Hotel auf der kleinen schottischen Insel Mure, an den Feiertagen erstrahlen. Doch wenige Wochen vor dem Fest ist das Hotel noch weit von dieser Idylle entfernt, und zwischen dem Hotelpersonal kracht es gewaltig. Denn mit einem launischen französischen Chefkoch, der schüchternen Isla aus dem kleinen Café der Insel und einem norwegischen Küchengehilfen, der nichts anderes ist als ein waschechter Prinz, prallen Welten aufeinander. Cafébesitzerin Flora und ihr Bruder Fintan müssen alle Register ziehen, damit »The Rock« rechtzeitig eröffnen und ihre Familie wahres Weihnachtsglück erleben kann …


Rezension

Ich habe dieses Jahr für mich festgestellt, dass ich kein großer Fan von Weihnachtsbüchern bin. In Form von Kurzgeschichten gerne. Ebenfalls gerne innerhalb einer nicht ausschließlich auf die Weihnachtszeit ausgelegten Geschichte, bei welcher das Setting jedoch weihnachtlich und verschneit ist. Aber ein Roman, der sich ausschließlich auf die Vorweihnachtszeit und die Feiertage bezieht, ist mir persönlich jedoch zu viel. Wie gut, das Geschmäcker verschieden sind.


Dennoch habe ich, bis ich zu dieser Erkenntnis kam, vor Weihnachtsbüchern kein halt gemacht. Dies ist mein zweites Weihnachtsbuch von Jenny Colgan. Im Fokus stehen die BewohenrInnen der kleinen schottischen Insel Mure und das neue Hotel “The Rock”. Das Leben auf einer kleinen Insel und wie die BewohnerInnen einander seit Ewigkeiten kennen und sich auf einander verlassen können, wurde sehr gut rübergebracht. Ich konnte das Gemeinschaftsgefühl spüren. Genauso wie die vereinzelte Frustration, bei der Frage ob nicht noch mehr auf einen in der große weiten Welt wartet. Wir haben hier viele kleine Nebenhandlunge, eine konkrete Haupthandlung gab es für mich nicht. Normalerweise bin ich davon kein Fan, ich brauche einen roten Faden. Doch die Autorin hat es hier sehr gut umgesetzt, dass die einzelnen Geschichten parallel nebeneinander verlaufen und an den Feiertagen aufeinander treffen. So war am Ende alles schlüssig und man fühlte sich so, als würde man an Heiligabend mit der Familie zusammensitzen und sich über die vergangenen Wochen austauschen. Die Geschichte wird wieder aus der Sicht eines allwissenden Erzählers mit Blick auf verschiedene Schauplätze und Personen geschildert. Die Weihnachtsstimmung wird durch die Vorbereitungen im Inselhotel und das Schmücken der Insel mit Tannenbäumen und Beleuchtung bildlich gut dargestellt. Die Erzählung ist turbulent und behandelt mit unter auch ernste Themen, welche durch weihnachtliche Gemütlichkeit jedoch wieder aufgelockert werden.


Mein Tipp an dieser Stelle ist, dass Buch als Hörbuch zu hören. Ich habe es im Alltag immer nebenbei laufen lassen, wodurch meine Vorfreude auf Weihnachten so gesteigert wurde, als hätte ich im Hintergrund Weihnachtslieder spielen lassen. Phasenweise zieht sich die Handlung ganz schön in die Länge, wo die Möglichkeit die Geschwindigkeit zu erhöhen jedoch gegenwirkt.

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